Eigenschaften
Die wichtigste Charaktereigenschaft des Golden Retrievers ist
der "will to please": Er ist ein Arbeitshund, der seine Energie gerne
auslebt. Er wird nie ein guter Wachhund werden, denn alle Besucher werden in
der Regel schwanzwedelnd begrüßt. Auch Artgenossen gegenüber ist er äußerst
umgänglich. Die absoluten Lieblingsbeschäftigungen eines Golden Retrievers
sind das Aufspüren und Apportieren. Er besitzt eine hervorragende Nase, die
er gerne benutzt.
Ursprung
Der Ursprung des Golden Retrievers liegt in Schottland. Mitte
des 19. Jahrhunderts paarte Lord Tweedmouth einen gelben Wavy coated
Retriever namens "Nous" mit der Tweed-Water-Spaniel Hündin "Belle". Mit den
Welpen von Nous und Belle wurde weiter gezüchtet, dabei wurde auch
ein Irish
Setter eingekreuzt. 1913 bekamen diese Hunde eine eigene Registrierung: die
des Retrievers (Golden oder Yellow). Im Jahr 1920 erhielten diese Hunde die
offizielle Bezeichnung
Golden Retriever.
Internationaler Rassestandard vom 24. Juni 1987:
Erscheinungsbild:
Symmetrisch, harmonisch, lebhaft, kraftvoll, ausgeglichene
Bewegung; kernig bei freundlichem Ausdruck.
Charakter:
Wille zum Gehorsam, intelligent mit natürlicher Anlage zu
arbeiten
Wesen:
stets freundlich, sowohl Menschen als auch Tieren gegenüber,
liebenswürdig und zutraulich
Kopf + Schädel:
Ausgeglichen und wohlgeformt; breiter Oberkopf, ohne grob zu
sein, gut auf dem Hals sitzend; kräftiger, breiter und tiefer Fang. Fang von annähernd
gleicher Länge wie der Schädel, ausgeprägter Stop. Nase vorzugsweise schwarz.
Augen:
dunkelbraun, weit auseinander stehend mit dunklen Lidrändern
Behang:
mittelgroß, ungefähr in Höhe der Augen angesetzt
Gebiss:
Kräftige Kiefer mit einem perfekten, regelmäßigen und
vollständigen Scherengebiss,
wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift
und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen.
Hals:
von guter Länge, trocken und muskulös, keine Wamme
Vorhand:
Vorderläufe gerade mit kräftigen Knochen, Schultern gut
zurückliegend, langes Schulterblatt bei gleicher Oberarmlänge, dadurch gut
unter den Rumpf gestellt. Ellenbogen gut anliegend.
Hinterhand:
Lenden und Läufe kräftig und muskulös. Unterschenkel von
guter Länge, gut gewinkelte Kniegelenke. Tiefe Sprunggelenke, die, von
hinten betrachtet, gerade sind, nicht ein- oder ausdrehend. Kuhhessigkeit
ist in höchstem Maße unerwünscht.
Pfoten:
rund, Katzenpfoten
Rücken:
Der Rücken sollte eine gerade Linie vom Widerrist zum
Rutenansatz bilden und weder abfallend noch hochgezogen sein.
Rute:
In Höhe der Rückenlinie angesetzt
und getragen, bis zu den Sprunggelenken reichend,
ohne Biegung am Rutenende.
Gebäude:
Ausgeglichen, kurz in der Lendenpartie, mächtiger Brustkorb.
Rippen tief und gut gewölbt. Gerade obere Linie.
Gangart/Bewegung:
Kraftvoll mit gutem Schub. Gerade und parallel in Vor- und
Hinterhand.
Vortritt ausgreifend und frei. Flüssiges, raumgreifendes
Gangwerk mit viel Schub aus der Hinterhand.
Haarkleid:
Glatt oder wellig mit guter Befederung, dichte Wasser
abstoßende Unterwolle
Farbe:
Jede Schattierung von Gold oder Cremefarben, weder Rot noch
Mahagoni.
Einige wenige weiße Haare, allerdings nur an der Brust, sind
zulässig.
Größe:
Rüden 56-61 cm Schulterhöhe Hündin 51-56 cm Schulterhöhe
Fehler:
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als
Fehler angesehen werden,
dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der
Abweichung stehen sollte.